Ohrakupunktur nach Seeber

Der gesamte Körper – oder die widergespiegelte Abbildung (Somatotopie) des Körpers mit seinen Armen, Beinen, Muskeln und Organen – findet sich in der Ohrmuschel wieder. So werden zum Beispiel Krankheiten über die „Chefetage Gehirn“ (Steuerung) gespiegelt, ebenso Punkte mit einer übergeordneten Funktion, wie etwa Schmerzpunkte, die eventuell vorhandene Schlafstörungen oder hormonelle Störungen zum Ausdruck bringen. 
 
Die Akupunkturnadel gibt über das Ohr Impulse an das Gehirn, mit der die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden und hierdurch der Gesamtorganismus ins Gleichgewicht gebracht werden soll. 
 
Dadurch lässt sich die Ohrakupunktur hervorragend mit anderen Therapieverfahren, wie der Pohltherapie, kombinieren.

Forschung – Akupunktur

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Die moderne Faszienforschung hat herausgefunden, dass etwa 80% der Akupunkturpunkte an Faszienschnittstellen liegen und die Akupunktur eine Öffnung der Körperfaszie bewirkt. Hierdurch lässt sich die Akupunktur mit neurologischen Erkenntnissen auch wissenschaftlich belegen (Prof. Helene Langevin University of Vermont - College of Medicine’s Department of Neurological Sciences, USA, 2001).

Geschichtlicher Rückblick – Ohrakupunktur

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Bei der Ohrakupunktur handelt es sich um eine eigenständige Therapiemethode, mit der über das Ohr der gesamte Organismus beeinflusst werden kann. Sie hat seit ihrer Entdeckung durch Nogier in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Siegeszug in Europa angetreten und wird heute von vielen Ärzten und Heilpraktikern als integrierte Therapie praktiziert.